Um den Wohnungsmangel zu beheben, will die Zentralregierung bis 2030 fast eine Million zusätzliche Wohnungen bauen. Doch der Platz ist knapp und die Bauvorschriften werden immer strenger. Wenn man als Bauträger auch den Ehrgeiz hat, naturverträglich zu bauen, muss man nach neuen, innovativen Lösungen suchen. Über das NL Greenlabel ist der Bauträger Heijmans auf Greenwall gestoßen. Durch den Einsatz einer innovativen Lärmschutzwand beim Projekt Vijfsluizen in Vlaardingen kann Heijmans sowohl die staatlichen Lärmschutznormen als auch die naturverträglichen Prinzipien des NL Area Label erfüllen. Eine Win-Win-Situation, die mit Hilfe von NL Greenlabel zustande kam.
Text: Sander Louis, NL Grünlabel
Bild: NL Greenlabel

Das Wohngebiet Park Vijfsluizen in der Gemeinde Vlaardingen wird auf einem ehemaligen Shell-Sportpark entwickelt. Mit diesem Projekt möchte der Gebietsentwickler Heijmans seine Visitenkarte auf dem Gebiet des zukunftsfähigen Bauens abgeben. Das naturnahe Wohngebiet mit vierhundert nachhaltigen, energieeffizienten Häusern zum Kauf und zur Miete wird daher ganz im Zeichen von Natur und Landschaft entwickelt. Es soll ein grünes und gesundes Viertel werden, das reich an biologischer Vielfalt ist, mit einheimischen und nicht einheimischen Bäumen und Pflanzen, Obstbäumen, Nussbäumen, Blumenwiesen, Mähwiesen und Wasserspielen.
DE Gebietsetikett
Um seine naturverträglichen Ambitionen zu prüfen und zu garantieren, lässt Heijmans seit mehreren Jahren alle seine Bauprojekte von NL Greenlabel analysieren. Steven Kamerling, Senior Process Manager von NL Greenlabel, erklärt, warum: "Indem Heijmans für jede Gebietsentwicklung ein NL Area Label A anstrebt, verpflichtet sich das Unternehmen, einen optimalen Beitrag zu einem möglichst grünen und gesunden Lebensumfeld für die künftigen Bewohner zu leisten. Themen wie biologische Vielfalt und Klimaanpassung spielen dabei eine wichtige Rolle. Von NL Greenlabel und unserem Netzwerk von Partnerunternehmen aus unterstützen wir Heijmans in diesem Bestreben sehr. Es passt perfekt zu unserer Unternehmensmission, den Wert der Natur im Lebensumfeld bis 2030 zu verdoppeln."
Lärmbelästigung
Obwohl es Stimmen aus der Baubranche und der Politik gibt, die eine Verankerung des naturverträglichen Bauens in der Baugesetzgebung fordern, sind Bauträger derzeit nicht verpflichtet, so weit zu gehen, wie Heijmans es im Park Vijfsluizen tut. Aber wer Häuser an einer Straße oder in der Nähe eines Industriegebiets bauen will, muss gesetzlich festgelegte Lärmstandards berücksichtigen. Kamerling: "Für den Park Vijfsluizen, der in einem verkehrsreichen Gebiet mit Bundesstraßen, Eisenbahnlinien und dem Hafen von Rotterdam liegt, muss Heijmans alle Register ziehen, um das NL Area Label zu erfüllen. Die angrenzende Autobahn A4 zum Beispiel verursacht eine derartige Lärmbelästigung, dass eine Lärmschutzwand zwischen der Straße und der Nachbarschaft notwendig war, um überhaupt bauen zu dürfen."
Aber wo findet man ein Produkt, das nicht nur ausreichend Lärm dämmt, sondern auch die Nachhaltigkeitsanforderungen des NL Area Labels erfüllt? Kamerling: "Jeder Gebietsentwickler oder jede Gemeinde, die sich an uns wendet, um einen Standort oder ein Gebiet zu bewerten, verweist auf unseren Produkt- und Pflanzenkatalog für den Lebensraum. Darin haben wir alle Arten von naturnahen Innovationen für den Außenbereich gesammelt und gekennzeichnet. Die grüne Lärmschutzwand des Anbieters Greenwall ist in dem Katalog enthalten und punktet mit einem A-Label in Sachen ganzheitlicher Nachhaltigkeit. Da sich Heijmans auch für die gesamte Entwicklung des Vijfsluizen-Gebiets für ein A-Label einsetzt, ist die Verwendung von Greenwall eine logische Wahl".
Netzwerk
Erik Muggen, Direktor von Greenwall, stimmt zu, dass die Partnerschaft mit NL Greenlabel entscheidend dazu beigetragen hat, den Auftrag von Heijmans zu erhalten. "Wir sind Partner von NL Greenlabel geworden, weil unsere Philosophie mit ihrer Mission übereinstimmt. Aber auch, weil das Unternehmensnetzwerk uns viele Möglichkeiten bietet. Die Tatsache, dass große Gebietsentwickler, darunter auch Heijmans, sich diese Vision ebenfalls zu eigen gemacht haben, macht die Partnerschaft für uns besonders interessant."
Was macht diese Greenwall-Innovation außer dem A-Label für Bauherren in der Region noch attraktiv? Muggen: "Man kann unser Produkt am besten mit einem lärmmindernden Damm vergleichen. Aber ein Damm ist oft doppelt so breit wie hoch, während es bei unseren Lärmschutzwänden genau andersherum ist. Eine Greenwall-Lärmschutzwand nimmt daher viel weniger Platz in Anspruch, während sie dennoch eine wirksame Lärmminderung erzielt. So bleibt dem Bauherrn oder der Gemeinde mehr Platz für das Bauprojekt.
Erdbewegungsarbeiten
Es gibt noch einen weiteren wichtigen Vorteil für dieses System von Greenwall, erklärt Steven Kamerling. "Jedes Bauprojekt setzt Boden frei, der entsorgt werden muss. Erdbewegungen kosten den Bauherrn viel Zeit und Geld und Transportbewegungen setzenCO2 und Stickstoff frei. Das NL-Flächenlabel bezieht daher den Bodentransport in seine Bewertung mit ein. Je weniger Bodentransporte, desto besser. Der Greenwall, wie er im Park Vijfhuizen eingesetzt wird, bringt Heijmans sofort eine höhere Punktzahl ein, weil für die Lärmschutzwände lokale Erde als Füllmaterial verwendet wird."
Wie sehen die innovativen Netze von Greenwall aus? Muggen: "Die Basis besteht aus feuerverzinkten Stahl-A-Profilen, in die Maschennetze und Kokosnussgewebe gespannt werden. Diese können wir bis zu einer maximalen Höhe von 10 Metern stapeln. Zum Vergleich: Eine herkömmliche Lärmschutzwand geht oft nur bis zu 8 Meter hoch. Wir füllen die Profile mit der Erde des Geländes auf und bewachsen das Ganze mit Kletterpflanzen wie Hedera, besser bekannt als Efeu. Das sieht nicht nur schön grün aus, sondern diese Pflanze hat auch den Vorteil, dass sie Feinstaub absorbiert. Außerdem ist sie winterhart und immergrün. Vögel und Insekten finden unter den Blättern Schutz und Nahrung. Damit sorgt die Lärmschutzwand nicht nur für die nötige Ruhe, sondern trägt auch zur Artenvielfalt in Vijfsluizen bei."